Die Geschichte der Crêpes geht weit zurück: Crêpes
sind eine Weiterentwicklung der Galette, die in der Bretagne immer noch
unverändert angeboten werden. Galettes entstanden aus den Resten einer
Buchweizensuppe. Sie wurden auf einem flachen heißen Stein (bretonisch „jalet“)
gebacken und mit herzhaften Zutaten wie Käse, Fisch und Speck belegt.
Eine Crêpe (bretonisch krampouezhenn, pl. krampouezh)
ist eine bretonische Form des Eierkuchens, die in ganz Frankreich ein beliebter
Imbiss ist. Crêpes sind sehr dünn und werden traditionell auf einer runden,
gusseisernen Platte zubereitet.
Während man in der Bretagne streng zwischen den süßen
Crêpes und den herzhaften Galettes unterscheidet, werden in anderen Regionen
und insbesondere außerhalb Frankreichs Crêpes auch herzhaft belegt, zum
Beispiel mit Schinken, Käse, Ei, Fisch oder Gemüse.
Crêpes sind fest in der Esskultur der Bretagne und
anderer französischer Regionen verankert. So wird zum Beispiel zu Beginn des
französischen Fastenfestes (Chandeleur) jeden ersten Freitag im Februar in
vielen französischen Regionen Crêpe gegessen.
In der Bretagne werden Crêpes grundsätzlich süß
belegt, beispielsweise mit Zucker, Konfitüre, frischen Früchten oder
Nuss-Nougat-Creme. Auch Butter gilt als süße Zutat. Vor dem Verzehr klappt oder
rollt sie der Crêpier zusammen. Eine der bekanntesten Variationen ist die Crêpe
Suzette, bei der die Crêpes mit dem Saft frischer Orangen getränkt oder mit
Orangenmarmelade bestrichen werden. Die zu quarts de plaisir (Vierteln der Freude)
zusammengelegten Crêpes werden mit Orangenlikör flambiert.