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Fischmarkt 11

Limburg

Funde auf dem Limburger Domberg lassen darauf schließen, dass dieser bereits um 500 v. Chr. eine keltische Siedlung trug. Ihr Zentrum lag auf dem heutigen Domplatz. Um 760 entstand die erste merowingische Befestigung auf dem späteren Domberg, die zur Burg Limburg ausgebaut wurde. Die ursprüngliche Befestigung wurde wahrscheinlich zum Schutz einer Furt der Lahn errichtet. In ihrem Schutz entstand zunächst eine Ansiedlung, aus der sich später die Stadt entwickelt hat.

910 wurde Limburg erstmals unter dem Namen „Lintpurc“ urkundlich erwähnt: Ludwig das Kind schenkte einen Hof in Oberbrechen dem Gaugrafen Konrad Kurzbold, damit dieser damit das von ihm gegründete Stift St. Georg ausstatten konnte.

 

Die Stadt liegt relativ zentral, in einem Becken innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges, das von den Mittelgebirgshöhen des Taunus und Westerwald umgeben ist und Limburger Becken heißt. Dank seines fruchtbaren Bodens und seines günstigen Klimas bildet das Limburger Becken eine der ertragreichsten Agrarlandschaften Hessens und hat darüber hinaus als Lahnübergang seit dem Mittelalter hohe verkehrsgeografische Bedeutung.

 

Mit dem Fischmarkt haben wir das alte Zentrum Limburgs erreicht. Vermutlich handelt es sich hier um den ältesten Teil der Stadt. Der Name des Platzes lautete im 13. Jahrhundert im Limburger Dialekt noch Fismart (=Faden-, Wollmarkt) und war das Handelszentrum der Limburger Wollweber. Flächenmäßig war der Platz im Mittelalter noch nicht so groß. So gehörten das Rathaus (Fischmarkt 21) und das Haus Rebstock (Fischmarkt 3) damals noch nicht zu dem Platz.

 

Der Fischmarkt ist einer der schönsten und ältesten Plätze in der Altstadt von Limburg an der Lahn. Er ist bekannt für seine wunderschönen und gut sanierten Fachwerkhäuser und ist ein beliebtes Ziel für Reisende aus aller Welt.

 

Fischmarkt 11

Das Fachwerkhaus stammt aus dem späten Mittelalter und wird auf 1419 bis 1423 datiert. Besonders auffällig ist der steile Giebel. Es wurde in Ständerbauweise mit Mondhölzern gebaut und ist ein sogenanntes Hallenhaus. Die Steinwand auf der rechten Seite ist die Wand des Nachbarhauses und wurde aus Kostengründen in das Objekt mit einbezogen. Die Rückseite des Hauses grenzt an die Fahrgasse. Diese ist bekannt, da zu Köln am Rhein an der Fuhrmannsherberge am Heumarkt, die Maße angegeben waren, die der beladene Wagen haben durfte, um an dieser engsten Stelle Alt Limburgs und am Brückenturm durchfahren zu können.